1. Abonnementkonzert
Donnerstag 16. Januar @ 20:00

Auch beim Auftakt der GKO-Abonnement-Reihe ist Fazil Say präsent: allerdings nicht als diesjähriger „Artist in Residence“ im direkten Sinn, sondern mit einer Komposition.
So singt Sarah Gilford die „Goethe-Lieder“ für Sopran und Streichorchester mit Schlagzeug op. 44 des Pianisten und Komponisten aus der Türkei. Die britische Opern- und Konzert-Sängerin macht derzeit eine steile Karriere. Seit der Spielzeit 2019/20 ist sie Mitglied des
Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Für seine „Goethe-Lieder“ hat Say einige Texte aus dem „West-östlichen Divan“ ausgewählt. Damit unterstreicht er einmal mehr, wofür er steht – nämlich für den Dialog sowie den kulturellen Austausch zwischen Orient und Okzident. Im Vokalstil überwiegen Arioses und Rezitatives. Von türkischer Musik ist hingegen seine Kammersinfonie op. 62 von 2015 geprägt. Konkret verarbeitet Say in dem Werk das musikalische Erbe aus dem alten Istanbul, beispielsweise die vergessene Musik der Sinti und Roma aus dieser Region oder des historischen Sulukule-Viertels der Metropole. Mit den Sinfonien Nr. 35 und Nr. 42 von Joseph Haydn werden die Werke Says sinnstiftend umrahmt, zumal auch Says Musik stets eine gewisse Klassizität ausstrahlt.
Im Dezember 1767 entstanden, gibt sich die Sinfonie Nr. 35 betont monothematisch, um im Tonfall auf Mozart und Johann Christian Bach zu verweisen. Die Sinfonie Nr. 42 von 1771 reflektiert hingegen den „Sturm und Drang“ in der Musik.

Sarah Gilford: Sopran
Ruben Gazarian: Leitung
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 42 D-Dur
Fazil Say: Goethe-Lieder für Sopran und Streichorchester mit Schlagzeug, op. 44
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 35 B-Dur
Fazil Say: Kammersinfonie op. 62

via georgisches-kammerorchester.de