1. ABONNEMENTKONZERT
Donnerstag 23. September @ 20:00

Als Violinist und Dirigent, Gründungsmitglied des Cherubini- Quartetts und Pädagoge sowie dramaturgischer Neudenker prägt Christoph Poppen das Musikleben. Beim GKO präsentiert er sich mit dem aus Ungarn stammenden, in Karlsruhe lehrenden Cellisten László Fenyö. Gemeinsam ergründen sie zwei Konzert-Werke aus Barock und Postmoderne. So kommt von Antonio Vivaldi das Cellokonzert Nr. 27 h-Moll RV 424 zu Gehör, dem Erfinder des dreisätzigen, kontrastreichen Instrumentalkonzerts. Um 1729 entstanden, kostet Vivaldi auch in diesem Werk die von ihm erfundene, kontrastreiche, dreisätzige Konzertform mit zwei schnellen Ecksätzen kunstvoll aus: samt kühner, quicklebendiger Rhythmik und Metrik. Für Aulis Sallinen ist hingegen die Intertextualität und das Zitathafte ein besonderer Ausdruck der Postmoderne. Seine „ Chamber Music III” op. 58 für Cello und Streicher von 1985/86 bezeichnet er konkret als „The Nocturnal Dances of Don Juanquixote“. Mit diesem ironischen Wortspiel verweist der 1935 geborene Komponist aus Finnland auf Richard Strauss, der die beiden Tonpoeme „Don Juan“ und „Don Quixote“ geschaffen hat. Diese Werke werden nicht direkt zitiert, sondern geistern als assoziative „Allusion“ durch die Takte: frech gewürzt mit vielen Pop- und Klassik-Klischees. Zwei von insgesamt zwölf Streichersinfonien aus der frühen Schaffenszeit von Felix Mendelssohn Bartholdy runden den Abend ab. Für seine Mendelssohn-Sicht ist Christoph Poppen sehr geschätzt.

Felix Mendelssohn Bartholdy:
Sinfonie Nr. 10 h-Moll für Streichorchester

Aulis Sallinen:
Chamber Music III op. 58
„The Nocturnal Dances of Don Juanquixote“ für Violoncello und Streicher

Antonio Vivaldi:
Konzert für Violoncello, Streicher und Basso continuo h-Moll RV 424

Felix Mendelssohn Bartholdy:
Sinfonie Nr. 7 d-Moll für Streichorchester

László Fenyö: Violoncello
Christoph Poppen: Leitung

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