6. ABONNEMENTKONZERT
Donnerstag 18. Juni @ 20:00

Für seinen ersten direkten Auftritt als „Artist in Residence“ der GKO-Saison 2020 reist Fazil Say mit dem Klavierkonzert Nr. 3 in c-Moll op. 37 von Ludwig van Beethoven an. Das Werk ist im Jahr 1800 entstanden, und tatsächlich: Hier stößt Beethoven in dieser Gattung weit die Tür zu einem neuen Zeitalter auf. So wird das Sinfonische erstmals zum Prinzip aller Sätze erhoben, vor allem in Gestalt einer absoluten Gleichberechtigung zwischen Solo-Klavier und Orchester. Eine gewisse Nähe zu Mozarts c-Moll-Klavierkonzert KV 491 verrät das geheimnisvolle Unisono des Orchesters im Piano, womit das Werk eröffnet wird. Sonst aber wird das Vorbild Mozart überwunden. Ganz anders die Sinfonie Nr. 1 in C-Dur op. 21 von Beethoven: Auch dieses Werk ist zur Jahrhundert-Wende 1799/1800 entstanden, folgt aber schon allein in der Besetzung dem Vorbild Haydns und Mozarts. Allerdings stimmt Beethoven einen eigenen, anderen Tonfall in der Sinfonik an. Das gilt vor allem für das Scherzo, welches sich hinter dem „Menuett“ verbirgt. Es ist das erste echte, böse-schroffe Beethoven-Scherzo überhaupt. Mit „Blumine“ war hingegen ein reduziert besetztes, kurzes, intimes Andante allegretto überschrieben, das Gustav Mahler in einer frühen Fassung seiner Ersten Sinfonie integrierte. Schon der originäre Werktitel „Titan“ verweist – ähnlich wie „Blumine“ – auf den gleichnamigen Roman von Jean Paul. Weitere Bezeichnungen reflektieren E.T.A. Hoffmann.

Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll
Gustav Mahler: Symphonischer Satz für Orchester „Blumine“
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 1

Fazil Say: Klavier
Ruben Gazarian: Leitung

Auf Grund der aktuellen Lage bezüglich der Coronavirus Verbreitung werden derzeit vermehrt Veranstaltungen abgesagt oder verschoben. Bitte prüft im Zweifelsfall beim Veranstalter, ob die Veranstaltung zum genannten Zeitpunkt stattfindet.
Teilen