8. ABONNEMENTKONZERT
Donnerstag 14. Oktober @ 20:00

Er zählt längst zu den „ganz Großen“. Sein Spiel wird gemeinhin als „untadelig, rasant und mitreißend perkussiv“ beschrieben. Mit diesem Profil kommt Kolja Blacher nach Ingolstadt, um sich gemeinsam mit dem GKO zu präsentieren. Das tut er nicht nur als Violinist, sondern auch als musikalischer Leiter. Mit „Prayer“ von Noam Sheriff aus dem Jahr 1983 hat Kolja Blacher ein Werk im Gepäck, das mit seiner Familie verbunden ist. So war der 2018 verstorbene Komponist und Dirigent aus Israel ein Schüler von seinem Vater Boris Blacher. Dagegen steht das Violinkonzert in d-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy bis heute im Schatten des späteren berühmten Violinkonzerts in e-Moll op. 64. Es ist ein Frühwerk, das Mendelssohn 1822 mit 13 Jahren in seinem Elternhaus in Berlin geschaffen hat. Die Konzerte in gleicher Tonart von Johann Sebastian Bach sowie sein Geigenlehrer Eduard Rietz sind die Quellen der Inspiration, samt einem kräftigen Schuss Sturm und Drang. Dafür stehen nicht zuletzt die rastlose Motorik und toccatahaften Passagen. Das Werk ist in zwei Versionen überliefert: eine frühe Fassung mit zwei Sätzen und eine endgültige mit drei Sätzen. Auf den rhythmisch markanten Kopfsatz folgt ein lyrisch-kantables Andante sowie ein gavottehaftes Finalrondo: hochvirtuos im Stil eines Louis Spohr und nobel wie Mozart. Mit dessen berühmter Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550 klingt das Gastspiel von Kolja Blacher aus.

Noam Sheriff: „Prayers“ für Streichorchester
Felix Mendelssohn Bartholdy: Violinkonzert d-Moll
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550

Kolja Blacher: Violine und Leitung

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