8. ABONNEMENTKONZERT
Donnerstag 7. April @ 20:00

Schon bei seinen offiziellen Antrittskonzerten als neuer – und zugleich ehemaliger – Chefdirigent des GKO im Sommer 2021 hatte er sich auch als Solist im Flötenkonzert d-Moll Wq 22 von Carl Philipp Emanuel Bach präsentiert. Jetzt koppelt Ariel Zuckermann dieses Werk mit weiteren Flötenkonzerten des bedeutenden Bach-Sohns in a-Moll und G-Dur. Auch diese Werke stehen für den Stil der Empfindsamkeit und den Sturm und Drang in der Musik: eine besondere Spezialität des zweitältesten Bach-Sohns. Dafür stehen kühne Stimmführungen, dissonanzreiche Harmonik, überraschende Wendungen und manche irritierende Zäsuren. Während das a-Moll-Konzert ursprünglich 1750 als Cellokonzert geschrieben wurde, steht heute zweifelsfrei fest, dass die Cembalo-Fassung des d-Moll-Konzerts nach dem Original für Flöte entstanden ist. Als Herausgeber der neuesten Ausgabe konnte zudem der Flötist András Adorján, ein früherer Lehrmeister von Zuckermann an der Münchner Musikhochschule, manche Übertragungsfehler im Notentext des d-Moll-Konzerts korrigieren. Das G-Dur-Konzert gilt als eines der technisch anspruchsvollsten Werke für diese Besetzung. Als 1973 eine kritische Ausgabe im Druck erschien, war die Klassik-Welt erstaunt über diese kühne Musik. Die Flöte erscheint hier vollends wie das perfekte Sprachrohr für den „empfindsamen Stil“. Mit der damaligen Drucklegung der Ausgabe von 1973 wurde die Renaissance der Bach-Söhne weiter vorangetrieben.

Carl Philipp Emanuel Bach:
Flötenkonzerte a-Moll Wq 166, G-Dur Wq 169 und d-Moll Wq 22

Ariel Zuckermann:
Flöte & Leitung

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